Es sagte ein Philosoph zu einem Straßenfeger: "Ich bedaure dich. Hart und schmutzig ist dein Tagewerk."

Und der Straßenfeger sagte: "Vielen Dank, Herr. Aber sage mir, was für eine Arbeit hast du?"

Und der Philosoph antwortete: "Ich studiere des Menschen Geist, seine Taten und sein Verlangen."
Da fuhr der Straßenfeger fort, zu fegen, und sagte mit einem Lächeln: "Ich bedaure dich auch."

 

 

 

 

 

Vertrauen ist eine Oase im Herzen,

die von der Karawane des Denkens

nie erreicht werden kann

 

 

 

 

 

 

Schönheit ist das

was deine Seele anzieht

 

 

 


 

 

Das Auge sagte eines Tages:

"Ich sehe hinter diesen Tälern im blauen Dunst einen Berg. Ist er nicht wunderschön?"


Das Ohr lauschte und sagte nach einer Weile:

"Wo ist der Berg? Ich höre keinen!"


Darauf sagte die Hand:

"Ich versuche vergeblich, ihn zu greifen. Ich finde keinen Berg!"


Die Nase sagte:

"Ich rieche nichts. Da ist kein Berg!"


Da wandte sich das Auge in eine andere Richtung. Die anderen diskutierten weiter über diese merkwürdige Täuschung und kamen zu dem Schluß:

"Mit dem Auge stimmt etwas nicht!"

 

 

 

 

 

 

Wenn die Vögel singen, rufen sie dabei die Blumen des Feldes oder sprechen sie mit den Bäumen oder ist ihr Gesang nur ein Widerhall dessen, was das Bächlein murmelt?


Der Mensch mit all seiner Klugheit kann nicht verstehen, was die Vögel sagen oder was der Bach vor sich hinmurmelt oder was die Wellen flüstern, wenn sie langsam und sanft den Strand berühren.


Der Mensch in all seiner Klugheit kann nicht verstehen, was der Regen spricht, wenn er auf die Blätter in den Bäumen fällt oder wenn er aufs Fensterbrett tropft. Er weiß nicht, was der flüchtige Wind den Blüten zu erzählen hat.


Aber das Herz des Menschen ist imstande, die Bedeutung dieser Stimmen zu fühlen und zu begreifen. Oftmals bedient sich die ewige Wahrheit einer geheimnisvollen Sprache. Seele und Natur unterhalten sich miteinander, während der Mensch abseits steht, sprachlos und verwirrt. Und hat der Mensch nicht Tränen vergossen über diese Stimmen? Sind seine Tränen nicht ein beredtes Zeugnis seines Verstehens?

 

   


 

 

Wenn du das Tal sehen möchtest, steige auf den Berg.

Willst du die Bergspitze erblicken, schwinge dich zur Wolke empor.

Willst du jedoch die Wolke verstehen, schließe die Augen und denke nach.

 

 


 

 

Und eine Frau, die einen Säugling an der Brust hielt, sagte:
Sprich uns von den Kindern.
Und Er sagte:
Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch.
Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken
denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen,
Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.
Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.
Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern.
Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden.
Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit,
und Er spannt euch mit seiner Macht, damit seine Pfeile schnell und weit fliegen

 

Khalil Gibran

(1883-1931)


 

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Zitat

Die Kunst der Weisheit

besteht darin,

zu wissen,

was man übersehen muss

 

William James

zum Nachdenken

> More than honey <

Dokumentationsfilm über Bienen

 

 

www.morethanhoney-derfilm.at

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